29. Juni 2017
Rheinische Post

Faust-Trio begeistert in Hösel

Impressions françaises im Oktogon

Preisträgerkonzert im Kulturkreis Hösel

Im Oktogon des schlesischen Museums begeisterte das junge Faust-Trio das Höseler Publikum mit einem klug zusammengestellten Programm aus Werken des französischen Impressionismus.

Einleitend spielten sie eine schwungvolle und virtuose Suite von Darius Milhaud. Anschließend moderierten sie das Konzert, indem sie zunächst ihre Instrumente vorstellten: Magdalena Faust spielt einen deutschen Klarinettensatz, der von Herbert Wurlitzer gefertigt wurde, und Ludwig Schulze eine Meistergeige von Paolo Antonio Testore (1700-1767). Die Pianistin Marie Rosa Günter berichtete über die Ausbildung von Jungmusikern an der Musikhochschule Hannover, die begabte Kinder bereits ab 7 oder 8 Jahren aufnimmt. Jacques Iberts Interludes sind ursprünglich als Filmmusik entstanden und von Klängen der Zirkusmusik beeinflußt. Poulencs späte Klarinettensonate ist ein hochvirtuoses Standardwerk des Klarinettenrepertoires, mit dem das Duo Faust/Günter das Publikum beschwingt in die Pause entließ. Danach erklang Debussys farbenreiche Violinsonate, ein Spätwerk, das von damals neu rezipierten exotischen Klängen beeinflusst ist. Zum Schuss boten die drei Virtuosen Strawinskys Suite aus der Geschichte vom Soldaten.