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Kunst und Krise:  Spannende Gespräche im Lockdown

17.01.2021 © Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn

Der Lockdown bedeutet ein radikales Herunterfahren der Kultur. Ob Ausstellungen oder Konzerte, Gesprächsrunden oder Theateraufführungen - fast alles wurde sehr frühzeitig heruntergefahren und steht still. Für viele Kulturschaffende kommt der Lockdown einem Berufsverbot gleich. Nicht nur Einzelexistenzen stehen auf dem Spiel, sondern eine ganze Branche ist in Schieflage (die, nebenbei bemerkt, enorme Wirtschaftskraft besitzt). Die Spätfolgen sind noch gar nicht absehbar. Kultur – ein Privileg für gute Zeiten? Wo ist die starke Lobby für die Kunst? Ist Kunst systemrelevant? Ist sie Notwendigkeit oder Zugabe? Was hilft Kulturschaffenden jetzt? Über die aktuellen Konflikte und Überlebensstrategien der Kunstwelt, persönliche Erfahrungen und Gedanken für die Zukunft spricht Walter Smerling mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Politiker*innen. 

Die Termine im Überblick:

  • Mo, 18.01.2021: Till Brönner, Musiker und Fotograf
  • Mi, 20.01.2021: Andreas Görgen, Auswärtiges Amt
  • Fr, 22.01.2021: Kai Diekmann, Journalist
  • So, 24.01.2021: Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele
  • Mo, 25.01.2021: Peter Kogler, Künstler
  • Mi, 27.01.2021: Felix Krämer, Direktor Museum Kunstpalast Düsseldorf
  • Fr, 29.01.2021: Thomas A. Lange, Vorstandsvorsitzender der Nationalbank AG
  • So, 31.01.2021: Benita von Maltzahn, Global Cultural Engagement Volkswagen
  • Mo, 01.02.2021: Monica Bonvicini, Künstlerin
  • Mi, 03.02.2021: Michael Souvignier, Regisseur und Produzent
  • Fr, 05.02.2021: Rita McBride, Künstlerin
  • So, 07.02.2021: Jürgen Flimm, Theaterregisseur
  • Mo, 08.02.2021: Johann König, Galerist
  • Mi, 10.02.2021: Christiane Lange, Direktorin Staatsgalerie Stuttgart
  • Fr, 12.02.2021: Jorinde Voigt, Künstlerin
  • und weitere. 

Abrufbar sind die Gespräche zu den o.a. Daten über folgende Medien: 

 

Lage der Sinfoniekonzerte in Zeiten der Pandemie

13.01.2021 © Eva-Susanne Rohlfing, Konzertdramaturgin des Theater- und Konzertbüros Mülheim/Ruhr

Durch Corona befindet sich der gesamte Kulturbetrieb und das Theater- und Konzertbüro in Mülheim seit fast einem Jahr im Krisenmodus. 

Dabei wäre es eine besondere Freude gewesen, Konzertbesucher*innen des Kulturkreises Hösel im Dezember zu einem Höhepunkt der Konzertsaison, dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, begrüßen zu dürfen. Leider musste auch dieses hochkarätige Konzert abgesagt werden. Mit dem Concerto Köln, dem Niederländischen Kammerchor, dem Star-Dirigenten Peter Dijkstra und fantastischen Solo-Sängern hätten wir ein ausverkauftes Haus gehabt.

Was macht eine Konzertdramaturgin nun ohne Konzerte? Trotz allem zuversichtlich in die Zukunft blicken und dazu beitragen, die Begeisterung für Kultur und Konzerte aufrechtzuerhalten! Kommunikation und Austausch sind dabei wichtiger denn je.

Die Konzeption der nächsten Spielzeiten ist sehr zeitintensiv – allein die Planung des abgesagten Weihnachtsoratoriums erstreckte sich über drei Jahre. Nun laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren, denn in der 65. Jubiläumssaison der Sinfoniekonzerte in der Stadthalle Mülheim werden wieder ganz besondere Highlights, internationale Orchester und fantastische Solisten auftreten. Sehr schwierig ist es, nicht zu wissen, wann und unter welchen Vorgaben wieder Konzerte stattfinden können. 

Da nichts mehr so sein wird, wie es vorher war, gibt es aber auch die Chance, jedes Detail zu hinterfragen, bewusst zu gestalten und neue Impulse zu setzen. Wir müssen die Probleme und Schwierigkeiten aktiv angehen, denn eine Krise kann nur dann sinnhaft sein, wenn wir anders aus ihr hervorgehen, als wir in sie hineingegangen sind.

Ich kann es kaum erwarten, wieder gemeinsam mit unserem Publikum Konzerte erleben zu dürfen. Die Sehnsucht nach Live-Musik wächst mit jedem Monat der Stille mehr.  

Geschichte der Sinfoniekonzerte Mülheim an der Ruhr: https://youtu.be/TVK4lTtuf80

 

Programm-Änderung

12.01.2021 © Prof.Dr. Matthias Brzoska

Aufgrund Corona-bedingter Terminänderungen in der Hochschule wird die Vuillaume Gala (Mintchev, Guliyeva) verschoben auf den 14.03.2021, 17;00h

Auf dem ursprünglichen Termin 07.02.2021, 17:00h wird ein Sonderkonzert außerhalb unserer Sonntags-Konzert-Abos für 8,-€ stattfinden: 

DUO CANTARPA: VON AUFBRUCH UND SEHNSUCHT 

Luzia Ernst: Gesang und Rezitation
Natascha Ziegler: Harfe

 

Gruß von Cornelia Schönwald, Schau- spielerin aus Berlin, der wir so viele schöne Erlebnisse im Oktogon verdanken.

11.01.2021 © Cornelia Schönwald

Liebe Freunde, Förderer und Mitglieder des Kulturkreises Hösel, liebe Frau Walther und liebes Publikum!

Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit für das neue Jahr 2021. Lassen Sie mich zu Beginn gleich auf meine vollständige Videolesung der Engelgedichte hinweisen: https://www.Kulturkreis-Hoesel.de/Files/CS.Engelgedichte.KKH.mp4

Sehr gerne blicke ich zurück auf zahlreiche Auftritte in den vergangenen zehn Jahren in Ihrem Kulturhaus:

·   ob mit Lesungen „Mein verwundetes Herz - die Briefe der Lilli Jah“, „Briefwechsel Paul Celan - Ingeborg Bachmann“ oder
    „Lyrik von Rose Ausländer mit Klezmer-Klarinette“

·   ob mit meinem Chanson-Programm: dem Brecht’schen Frauenportrait „Liebe, Meer und roter Mond“ oder mit der feurig-
    sphärischen Tango-Erzählung „Ein Stück Himmel“ als gefiederter Bote

immer fühlte ich mich herzlich willkommen und jeder einzelne meiner Auftritte, ob solo oder mit meinen geschätzten Kollegen, ist mir in bleibender Erinnerung.

Wie wertvoll und lobenswert, dass Sie nun, in der veränderten Situation, die auch uns Künstlern seit bald einem Jahr sehr viel abverlangt, Ihre Verbindung zu uns halten, indem Sie uns Onlineauftritte, Streamings und Videoauftritte über Ihre Homepage ermöglichen und damit den so wichtigen Kontakt und Austausch zwischen uns Künstlern mit unserem Publikum wiederherstellen.

Diese Zeit mit ihren Gegebenheiten zu meistern ist für uns alle eine existentielle Aufgabe, herausfordernd und Kräfte zehrend und wird es noch eine ganze Weile bleiben. Für mich persönlich ist es ein gutes Gefühl, wieder mit Ihnen und dem Publikum des Kulturkreis Hösel verbunden zu sein.

Dafür meinen sehr herzlichen Dank

Cornelia Schönwald
Schauspielerin- Sprecherin- Chansonette

Ich lade Sie herzlich ein, meine Homepage zu besuchen: https://www.cornelia-schoenwald.de.

Ein Gedicht von Rose Ausländer aus meiner Videolesung, es begleitet mich schon einige Zeit, so auch in diesem Jahr 2021: 

Der Engel in dir
freut sich über dein Licht
weint über deine Finsternis
aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen.
Er bewacht deinen Weg
Lenk deinen Schritt
engelwärts. 

Rose Ausländer

 

Kaspar David Friedrich - Kunstpalast

12.01.2021 © Werner Steffens

Zur Zeit läuft eine Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf, die wir "normalerweise" sicherlich besucht hätten:

Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker.

Unter dem angegebenen Link finden Sie ein interessante Führung von Jeannette Petersen, die viele von uns von anderen Ausstellungsbesuchen her kennen. Viel Freude beim "Museumsbesuch", der uns hier auf diese Weise ermöglicht wird.

https://www.youtube.com/watch?v=ZQyvz7dK4j4&feature=youtu.be

 

Tipps für Wanderungen

09.01.2021 © Edzard Traumann

Schon vor der Coronakrise hat der Kulturkreis das Wandern und Spazierengehen als mögliche Form des gemeinsam Aktivseins in sein Programm wiederaufgenommen. Bereits bei der Gründung vor 45 Jahren wurde das „Spazierengehen  in Hösels schönen Wäldern“ als Kulturangebot deklariert.

Da die gegenwärtigen Einschränkungen auch das Wandern in Kleingruppen untersagen, geben wir hier zwei Vorschläge der Stadt Ratingen für einen einstündigen Spaziergang  und eine zweistündige Wanderung rund um Hösel weiter, die man allein, mit der Familie, einem Freund oder einer Freundin nutzen kann:

  1. Rundwanderweg Grüner See
  2. Rundwanderweg Hösel

Weitere Vorschläge für Wanderungen in Ratingen und der näheren Umgebung inkl. Flyern und Karten finden Sie hier.

Herr Steffens hat folgenden persönlichen Vorschlag:

“Wir  gehen  z.Zt. immer über den Golfplatz  - da ja gesperrt - halt kreuz und quer – toll - sogar mit Hund!

Für Nicht-Golfer empfiehlt sich eine Umrundung, der Anfang ist dann am linken Parkplatz links ein Seitenweg (Reiter), neben der Straße -  wenn man diesen immer weitergeht kommt man nach ca. 1,5- 2 Stunden unten am Peddenkamp raus.”

 

Buchhandlung Rose Schlüter

07.01.2021 © Regine Walther

Ein Besuch der Buchhandlung Rose Schlüter in Hösel lohnt sich immer. Jetzt ist er ganz einfach von zu Hause aus möglich, machen Sie es sich bequem und stöbern im Angebot: https://buchhandlung-schlueter.buchhandlung.de/shop

Lesen Sie, bestellen Sie, helfen Sie unserer Buchhandlung in diesen schweren Zeiten!

 

Der Winter von Friedrich Hölderlin

30.12.2020 © Annemarie Bollue

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder 
Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer, 
Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder, 
Und Stürme wehn umher und Regenschauer.

Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende, 
Wie einer Frage Ton, daß dieser sich vollende,
Alsdann erscheint des Frühlings neues Werden,
So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden.

 

Weihnachten von Hermann Hesse

22.12.2020 © Annemarie Bollue

Ich sehn‘ mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit.
Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
dass alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei’s Sonnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön.
Ich muss gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön‘
ein’s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd‘ still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, das war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

 

Lese-Empfehlung

18.12.2020 © Prof.Dr. Matthias Brzoska

Eine Corona-Lese-Empfehlung für einsame Corona-Abende ist das Corona-Buch von 

Prof. Dr. Dr. Alexander S. Kekulé, Der Corona-Kompass, Ullstein-Verlag, 22.- Euro. 

Das Buch erklärt im einleitenden Teil die „Geschichte“ der aktuellen Pandemie, wie sie sich entwickelte, was wie wo dagegen unternommen wurde, wie das Virus funktioniert und vergleicht die Pandemie mit früheren Pandemien der Geschichte. Fast wichtiger noch sind ist der abschliessende Teil, in dem Prof. Kekoulé ein Konzept entwirft, wie man hätte mit dem Virus leben können. Er nennt sein Konzept SMART, und jeder Buchstabe steht dabei für einen bestimmten Baustein. Man muss sagen „hätte können“, denn das Buch kam schon im Oktober auf dem Markt, als der zweite Lockdown gerade erst diskutiert wurde. Prof. Kekoulé kritisiert dieses unkontrollierte STOP und GO der Politik scharf und zeigt am Beispiel asisatischer Länder auf, wie es auch anders gehen kann – jetzt man muss wohl  sagen „könnte“. Eine der Massnahmen, die er vorschlägt, hat Boris Palmer in Tübingen inzwischen umgesetzt, nämlich die Alten- und Pflegeheime konsequent durch Schnelltests zu schützen. A propos Schnelltests: ich habe durch das Buch gelernt, warum es in Deutschland so lange gebraucht hat, bis überhaupt Schnelltests eingeführt wurden: aus rein wirtschaftlichen Gründen. Denn die konkurrierenden PCR Tests erfordern sehr teure große Maschinen in den Laboren, an denen Big Pharma viel Geld verdient, und die Ärzte verdienen an dem ca. 150.- Euro teuren PCR-Test auch viel mehr als an einem Schnelltest, der im Einkauf für 15 Euro zu haben ist und der in der Praxis nicht mehr als 30.- Euro kosten sollte. Ein sehr interessantes Buch, aus dem ich viel gelernt habe. 

Bei den heutigen Inzidenzzahlen, die in Sachsen in einzelnen Gemeinden bis zu 2000 tägliche Neuinfektionen pro 100TD Einwohner erreichen, ist natürlich die beschriebene SMART Strategie illusorisch, und man wird bis zum Sommer warten müssen, bis man wieder unter die 50er Inzidenz gelangen kann.

 

Folgende Links können wir für die Adventszeit empfehlen:

12.12.2020 © Sabine Jour, Leiterin der Begegnungsstätte der Geschwister Gerhard Stiftung

Neben schönen Adventsgeschichten findet man hinter den Türchen auf adventliche Rezepte und Denkanstöße, die Türchen können auch noch nach dem Datum nachträglich geöffnet werden: https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/eschbach/weihnachten/adventskalender.html

Hier kann man sich mit der eMail-Adresse anmelden und bekommt jeden Tag einen Link für einen kurzen Spot: https://www.adventskalender.evangelisch.de

Mit der Frauenkirche Dresden musikalisch durch die Adventszeit: https://www.frauenkirche-dresden.de/adventskalender/

Dahinter verbirgt sich ein toller musikalischer Adventskalender der Altstadtkirchen Zürich: https://m.youtube.com/channel/UCn4jx82cehWh9acyMcKqjhQ?fbclid=IwAR1tF4BTfq7mYdRg4VjR6NW-Ys63MQ57v9csM7S0eFl4x_kWCzpp_mfaPVY

Alle Adventskalender sind kostenlos.

 

Liebe Kulturkreis Freunde

10.12.2020 © Eva Gausing

Vieles von dem, was wir an Weihnachten so mögen, ist zur Zeit nicht möglich: Kein Treffen mit Freunden, kein weihnachtliches Festmahl im Restaurant, kein Gottesdienst mit Jubelgesang.

Lassen Sie mich deswegen den Versuch unternehmen, Sie ein wenig zu entführen in eine lange vergangene Zeit nach Frankfurt am Main, als der junge Goethe übermütig auf dem Eis seine Kreise zieht. Es ist eine Geschichte aus dem Buch „Weihnachten mit Goethe“ von Werner Völker und sie versprüht so viel Esprit, Schwung und rauschhafte Lebensfreude, dass sie ansteckend wirkt und unsere Einschränkungen eine zeitlang vergessen macht. Lassen wir uns also ein auf ein atemloses Abenteuer auf dem zugefrorenen Main und freuen wir uns mit den jungen Leuten und der stolzen Mama, Frau Rat Goethe. Es ist dabei nicht wichtig, ob wir selbst dabei sind, unsere Phantasie überbrückt Zeit und Raum. Durch sie genießen wir Jungsein, Begeisterung und Übermut. Link zu Weihnachten mit Goethe

Wer wollte sich dieser Idee, diesem Wunsch nicht gerne anschließen? 

Liebe Kulturkreis Freunde, uns verbindet die Liebe zu Literatur, Musik und Theater. Auch wenn wir uns zur Zeit nicht sehen können, wissen wir uns doch in unserer Gemeinschaft aufgehoben. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und empfehle Ihnen für das Neue Jahr folgende Anweisungen von Frau Rat Goethe, einer sehr patenten Frau:

„Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen! Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleinerAufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee…"

 

Streamingkonzert am 06.12.2020

Hier der Link zu unseren gestreamten Konzerten:

YouTube Channel Playlist

 

 

Vorweinachtszeit

 
04.12.2020 © Michaela Böhm

Kürzlich wurde es schon ein wenig kalt, die Bäume warfen ihre letzten Blätter ab und so kommt allmählich Weihnachten auf die Agenda. Doch dieses Jahr ist alles anders. Keine Umzüge mit Laternen und kindlichem Gesang, keine Weihnachtsmärkte in Aussicht, auch die gemeinsame Feier im Betrieb, der Schule, der Kirche, im Kulturkreis wird nicht stattfinden. 

Die viel gepriesene Beschaulichkeit, die wir in lebhafterer Vorweihnachtszeit so sehr vermissten, plötzlich ist sie da. Warum fallen mir gerade jetzt tausend Dinge ein, die ich im Advent so gerne tun wollte (und zu selten getan habe): Die lieben Freunde zu Gans oder Sauerbraten einladen, mit den Kindern der Nachbarn ein Lebkuchenhaus backen, ein Wochenendtrip zum Nürnberger Christkindlmarkt…. Denn klar ist doch: In diesem Jahr geht nichts davon.

Wir müssen die Zeit anders füllen, müssen spazieren gehen, lesen, ein langes Gespräch dank Flatrate führen, Zuprosten per Skype, da schmeckt der Glühwein irgendwie anders. Das fühlt sich ungewohnt an. Viel lieber würde ich meine Tochter in die Arme schließen, statt sie nur auf dem Bildschirm zu sehen.

Dennoch hatten wir eine lebhafte Unterhaltung, nämlich über das Streamen von Musik oder Filmen. Sie kennt das schon lange, hat Netflix abonniert und Spotify und kann über ihre Kopfhörer drahtlos und nahezu überall auf der Welt ihre Lieblingsmusik abrufen. Ihr Smartphone kann sie ohne Kabel per Bluetooth mit einem dieser modernen Lautsprecher verbinden und ebenfalls die Musik hören, die sie bei Spotify ausgewählt hat.

Ich habe ihr erzählt, dass unser Kulturkreis demnächst Konzerte und andere Events per Livestream im Internet übertragen wird, weil wir immer wieder Konzerte absagen müssen. Sie hat mir versichert, dass dies für den Empfänger zu Hause sehr bequem und einfach ist und dass es Sinn machen könnte, einen Klangverstärker zu verwenden, damit es ein richtiges Konzerterlebnis wird. Sie versprach uns zu helfen, sollten wir nicht zurechtkommen.

Feuer und Flamme hat mein Mann gleich überprüft, ob unser Laptop (Empfangsgerät) an den Tuner unserer Stereoanlage (Verstärker) angeschlossen werden kann. Das ist leider nicht möglich, da diese schon älter ist und nicht über die entsprechende Einsteckbuchse verfügt. Im nächsten Schritt fuhren wir zum Elektrohändler unseres Vertrauens und legten ihm das Problem dar. Ein junger Verkäufer führte uns durch das zunächst unübersichtliche Angebot an Lautsprechern und Kopfhörern, die man drahtlos mit dem Smartphone oder dem Computergerät verbinden kann. Nach etwa einer Stunde verließen wir das Geschäft als stolze Besitzer einer SONOS Move Box, die neben einem ganz erstaunlichen Klangbild eine erhebliche Flexibilität in der Art der Anwendung bietet. Größe wie Preis passen gut unter den Weihnachtsbaum.

Jetzt überlegen wir, ob wir der Tochter ein Konzertabonnement des Kulturkreis Hösel zu Weihnachten schenken. Denn sie könnte es ja dort nutzen, wo sie gerade ist – per Streaming.

 

Wo sonst können Sie hochtalentierte Musiker so hautnah erleben? Immer wieder begeistern erstklassige junge Musiker mit ihrem Können, mit ihrer Spontaneität, mit ihrem Charme ein aufgeschlossenes Publikum. Mit seinen hochrangigen Konzerten im Oktogon Haus Oberschlesien hat der Kulturkreis Hösel ein Markenzeichen für das Musikleben in Ratingen geschaffen. International bekannte Musiker und Preisträger vieler Wettbewerbe konnten für Konzerte in Hösel gewonnen werden. Die Förderung von jungen Preisträgern des Deutschen Musikrats ist für den Kulturkreis ein besonderes Anliegen. Die Sonntagskonzerte um 17 Uhr sind ein beliebter Treffpunkt für die Freunde anspruchsvoller Kammermusik geworden.

Literatur ist das Gedächtnis der Menschheit – unter diesem Motto veranstaltet der Kulturkreis Hösel eine Reihe Lesungen und Rezitationen klassischer und zeitgenössischer Texte. Erfolgreiche Autoren sind bei Lesungen zu erleben und oft zum persönlichen Gespräch bereit. Bekannte Persönlichkeiten sprechen über aktuelle gesellschaftspolitische Themen und stellen sich in Diskussionen dem Publikum.

Museen sind Orte, die von der Vergangenheit, von der Gegenwart und von möglicher Zukunft erzählen. Staunend stehen wir vor Werken, die Künstler erdacht und gestaltet haben. Kundige Führer begeistern uns für die Gedanken und Visionen der Künstler und ihre oft geniale Umsetzung. Die Vielzahl von kleinen und großen Museen in unserem Umfeld bietet uns die Möglichkeit, besondere  Einrichtungen mit herausragenden Ausstellungen und weltbekannten Kunstwerken auszuwählen und zu organisieren.

Mit dem Kulturkreis verreisen heißt intensiver leben und erleben. Unsere beliebten Reisen ins Inland und ins europäische Ausland ermöglichen einen ganz eigenen Zugang zu besonderen kulturellen Orten. Sie werden nach unseren Ideen mit ausgewählten Kulturreiseveranstaltern geplant und organisiert. Erfahrene Reiseleiter mit hoher Fachkompetenz  vermitteln unvergessliche Erlebnisse. In kleinen Reisegruppen unter gleichgesinnten Teilnehmern wachsen Respekt, Vertrauen und Freundschaften.

Karten aus dem hochrangigen Angebot der benachbarten Städte Essen, Düsseldorf und Köln werden frühzeitig gebucht, um künstlerisch herausragende Aufführungen besuchen zu können.

Eintägige Busfahrten zu geschichtlich oder künstlerisch interessanten Orten sind eine gern wahrgenommene Möglichkeit, Unbekanntes aus der heimischen Region kennen zu lernen. Auch hierbei vermitteln sorgfältig ausgewählte Führer einmalige Begegnungen und Erfahrungen. Dies alles nicht allein, sondern mit anderen zu erleben, macht solche Fahrten zu etwas Besonderem.