Liebe Musikfreunde,

am Sonntag, 20.01. beginnen wir  unsere Sonntagskonzertreihe 2019 mit einem wieder besonderen Leckerbissen internationaler Konzertmusik.

Denis Pascal, Klavierprofessor am weltberühmten Pariser Conservatoire,  ist in den großen Sälen aller Kontinente zu Hause. Er gastierte u.a. im Lincoln Center New York, im Kennedy Center in Washington, im Herbst Theater in San Francisco und in Festivals in Yokohama und Seoul. In Europa spielte er in fast allen Hauptstädten. In Deutschland war er regelmäßig im Festival von Husum zu hören. Denis Pascal konzertierte in Hösel letztes Jahr im Duo mit seinem Klarinettisten-Kollegen Jerôme Comte. Dabei entstand der Wunsch, ihn auch einmal zu einem Klavierabend als Solisten einzuladen. Wir freuen uns, diesem Wunsch nun entsprechen zu können.

Er studierte in Paris und den USA und gewann in jungen Jahren internationale Klavier-Wettbewerbe in Lissabon, New York und Zürich. Er gilt als der Intellektuelle unter den Pianisten, der sich auch auf unbekanntes und gewagtes Repertoire einlässt. Seine Programme sind sorgfältig durchdacht. Er ist einerseits vom pianistischen Oeuvre Franz Listzs geprägt und andererseits der Ästhetik des Impressionismus und der Post-Romantik verbunden.

Seine CD-Einspielungen u.a. von Werken Liszts, Debussys, Jacque-Duponts, Chopins, Chaussons, Rachmaninows und Wieners erhielten vielfach Preise, u.a. den „Choc du monde classique“ und den Preis der französischen Liszt Gesellschaft. 2013 begann er eine Serie von Aufnahmen von Schuberts Klavierwerken.

Aus dem Umfeld dieses Projektes stammt auch das Programm, das er uns mitgebracht hat: Er wird eingangs Schuberts c-moll-Sonate  (DVz 958) interpretieren. Es handelt sich um eine der drei Klaviersonaten, die Schubert noch kurz vor seinem Tod im September 1829 komponiert hat. Im November starb er dann. Im Anschluss erklingen Ravels 8 Walzer, die er mit Valses nobles et sentimentales überschrieben hat. Ravel hat Schuberts Walzer sehr bewundert und sich an ihnen 1911 bei der Komposition seiner eigenen Walzer orientiert. Es handelt sich also hier um die bewußte Nobilitierung von Tanzmusik. Im zweiten Teil des Konzertes spielt Denis Pascal, der als ausgezeichneter Debussy-Interpret gilt,  zum ausklingenden Debussy-Jahr beide Hefte der Images. Diese 1904 und 1911 entstandenen bildhaften Kompositionen werden zu den Werkes des reifen Impressionismus Debussys gezählt. Die Satztitel lassen in der Tat vielfältige Assoziationen an impressionistische Gemälde zu. Sie lauten im ersten Heft: Reflexe im Wasser - Hommage für Rameau - Bewegung, im zweiten Heft: Glocken durch die Blätter - Und der Mond steigt über dem vergangene Tempel herab - Goldfische. Somit endet der Zyklus so wie er begann: mit einem Wasserbild.

Wir freuen uns auf diesen Künstler und auf Ihren Besuch

Ihr Kiulturkreis Hösel e.V.