17. Dezember 2020
© Ratinger Wochenblatt
Kulturkreis Hösel e.V. geht online!

Erstes Konzert gestreamt

Kulturkreis Hösel plant weitere Veranstaltungen

Es hat geklappt! Mit seinem Streaming-Debut Anfang Dezember ist der Kulturkreis Hösel (KH) einen entschei­denden Schritt in Richtung Zukunft gegangen. Das Pro­jekt, aus der Not geboren, war in jeder Beziehung eine große Herausforderung. Nach diesem Einstand steht für den Kulturkreis Hösel je­doch fest: Der Kraftakt ist ge­lungen und hat sowohl allen Beteiligten als auch offenbar jenen, die der Einladung gefolgt sind, große Freude bereitet.

Zur Vorgeschichte: Wie in nahezu allen anderen Berei­chen des kulturellen Lebens seien die letzten Monate im KH von Planungsunsi­cherheit und bedauerlichen Absagen geprägt gewesen. Daher sollte nun alles daran gesetzt werden, ein Angebot aufrecht zu erhalten, ins­besondere im Bereich des Markenkerns, nämlich der fast schon berühmten Sonntagskonzerte, aber auch der übrigen, vom KH realisierten Höseler Veranstaltungen.

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Publikum mit moderner Technik erreichen
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Es setzte sich der Gedanke durch, dass unter derzeiti­gen Bedingungen einzig und allein mit moderner Strea­ming-Technik das Publikum verlässlich erreicht würde, ja, dass dies in unübersicht­lichen Zeiten vielleicht die einzige Überlebenschance für den KH sein könnte.

Welch Glück, dass der Kul­turkreis mit Prof. Dr. Brzoska als künstlerischem Leiter und seinen Studierenden des deutsch-französischen Studiengangs Musikwis­senschaften der Universi­täten Folkwang Essen und Tours ein hervorragendes Team habe, das solch ein anspruchsvolles Vorhaben wie ein Konzertstreading hochprofessionell umsetzen können.

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Ein großes Equipment wurde benötigt
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Das sind der Filmema­cher, Arnaud Dubois, der das gesamte Videoequip­ment zusammen gestellt hat und aus eigener Quelle fünf hochprofessionelle (femsehtaugliche) Kameras zur Verfügung gestellt hat. Der ausgebildete Tontech­niker, Emile Morinière, der das akustische Equipment zusammen gestellt hat, und das Konzert gemixt hat und der Programmierer, der fast wie der Filmemacher heißt, nämlich Arno Dubois, der in Absprache mit Arnaud das Streaming-Portal program­miert hat. Für die technische Umsetzung sorgte mit Alb­recht Raffelsieper ein wei­teres Vorstandsmitglied des Kulturkreises.

Die dargebotenen Musikstücke wurden bewusst als Aneinanderreihung verschiedenster Stilrichtungen ausgewählt, um ein großes Spektrum klanglicher Muster und Farben darzustellen. Wer also ein äußerst anregendes, buntes, aber auch anspruchsvolles Programm erwartet hatte, wurde alles andere als enttäuscht, erklärt der KH. Klassische Kammermusik bekannter und weniger bekannter Komponisten, ein Klarinettenduo, eine Sonate für zwei Celli, französische Chansons, eine mit Flöte und Gitarre vorgetragene brasilianische Volksweise, die Beethovensonate und zum krönenden Abschluss Romani-Jazz mit Gitarren-und Klarinettenperformance und einem swingenden Kontrabass.

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Nachfolgekandidat wurde vorgestellt
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In der Pause stellte die Vorstandsvorsitzende Re­gine Walther ihren Nach­folgekandidaten aus Hösel, Wolfram Brecht, vor, der auf lange Jahre ehrenamtlicher Tätigkeiten zurückblicken kann. Derzeit amtiert Wolf­ram Brecht als Vorstands­vorsitzender des Düsseldor­fer Ausbilderkreises (DAK); zudem ist er Präsidiumsmit­glied des Ratinger TV.

Das Streaming und weite­re Informationen gibt es un­ter www.kulturkreis-hoesel.de