26. April 2018
Teilnehmer

Kulturkreis besucht das Raumfahrtzentrum bei Köln

Eindrücke aus dem Weltraum
oder wie werde ich Astronaut.

Nach langer Vorbereitungszeit war es Herrn Dr. Dropmann gelungen den richtigen Weg zu finden, der uns Zugang zum Europäischen Astronautenzentrum EAC in Köln-Wahn gewähren sollte.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA – European Space Agency  -  besteht aus 8 Zentren;  wir hielten uns hauptsächlich im Hauptgebäude der EAC, des Europäischen Astronautenzentrum  auf, wo uns unsere Führerin, Frau Kohl, in die komplizierte Welt der Weltraumforschung  einführte. Sie tat dies anhand eines Models der ISS (International Space  Station), welches über uns an der Decke hing, ein Modell im Maßstab 1:20. In Wirklichkeit ist die ISS ca. 100 m (hundert) lang und etwa 40 m breit. Wie kann das Ding überhaupt fliegen? Braucht es nicht, es schwebt rund um die Erde mit einer Geschwindigkeit von ca. 28 000 km/h.  Die ISS ist aus einer Anzahl verschiedener Module zusammengesetzt, die einzeln in eine passende Umlaufbahn um die Erde gebracht und an das Basismodul  angedockt werden.

Es ist beruhigend und es gibt Hoffnung, wenn man feststellt, dass die internationale Zusammenarbeit wie z.B. zwischen Russland und den USA im Weltraum friedlich und mit großem Enthusiasmus verläuft, ohne Konflikte und Reibereien; warum nicht auch „hier unten“ ?

Frau Kohl erklärte uns, dass sich beim letzten Wettbewerb um die Position eines Astronauten oder Astronautin 8 000  Interessenten meldeten, von denen 7 (sieben) in die engere Wahl kamen die Ausbildung zum Astronauen in Angriff zu nehmen.  Grundvoraussetzung ist ein  abgeschlossenes  medizinisches oder  naturwissenschaftliches Studium, ein Alter idealerweise zwischen 35 und 45 Jahren, sowie die Bereitschaft  die beiden Arbeitssprachen Englisch und Russisch zu lernen. Die Ausbildung dauert etwa 8 Jahre, das „Fenster“ bis zum ersten Weltraumflug  zwischen Bewerbung und Flug beträgt etwa 15 Jahre. 

Robotertechnik wurde uns erläutert, die dazu führte, dass eine kleine Sonde auf einem Meteor landen konnte um Proben zu nehmen und Aufschlüsse über die Entstehung  unseres Planetensystems zu liefern. Die Technik die uns zu solchen Experimenten befähigt ist atemberaubend.

Nach fast 3- stündiger Führung wurden wir in unsere irdische Umwelt entlassen und fuhren gemütlich, gestärkt mit Kaffee und Kuchen in Wahn, und unbehindert durch Schwerelosigkeit – mit max. 100 km/h  - nach Hösel zurück, erleichtert, dass wir weder Russisch konnten und übrigens auch nicht besonders sprachbegabt waren, das falsche Alter hatten und doch lieber Star Wars am Fernseher anschauen. 

Rolph Langlais, 30.04.18