25. Januar 2019
Rheinische Post

Schicksal einer deutschen Familie, Dichterlesung

Schonungslos schildert Gesterkamp Nazi-Zeit, Krieg und Vertreibung.

HÖSEL (RP) Der Schriftsteller und Deutschlandfunk-Redakteur Harald Gesterkamp stellt am Dienstag, 29. Januar, im Haus Oberschlesien, Bahnhofstraße 71, seinen aktuellen Roman „Humboldtstraße Zwei" vor.
In dem Buch geht es um das Schicksal einer deutschen Familie in den Jahren 1934 bis 2014. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Hösel e.V. statt.

Die Handlung des Buches beginnt in Schlesien. Schonungslos' schildert Gesterkamp Nazi-Zeit, Krieg und Vertreibung. Der Schriftsteller betont, dass er seine Geschichte bewusst nicht erst mit Kriegsende beginnen lässt. „Ich wollte keinen reinen Roman über Flucht und Vertreibung schreiben, sondern mir ging es darum, auch die Vorgeschichte zu erzählen. Ohne Nazi-Herrschaft hätte es schließlich keine Vertreibung gegeben", sagt er. Deshalb geht es in „Humboldtstraße Zwei" unter anderem auch um die Pogromnacht in Breslau oder um das Konzentrationslager Groß-Rosen in Niederschlesien. In dem Buch erzählt Gesterkamp auf drei Zeitebenen die Geschichte der Familie Plackwitz /Appelhoff und damit 80 Jahre deutsche Geschichte.